top of page

Wie finde ich heraus, was ich wirklich will?

Hilfreiche Schritte zu mehr innerer Klarheit.


Vielleicht kennst du diese Momente: Du stehst vor einer Entscheidung, denkst immer wieder darüber nach und findest trotzdem keine klare Antwort. Du fragst dich: Wie finde ich heraus, was ich wirklich will? 


Ein Teil von dir möchte das eine. Ein anderer Teil hält dagegen. Dein Kopf zählt Gründe auf, deine Angst warnt dich vor möglichen Folgen und gleichzeitig fragst du dich, was andere Menschen von deiner Entscheidung halten könnten.


Irgendwann weisst du nicht mehr:

Was davon bin eigentlich ich?


Vielleicht versuchst du auch, in dich hineinzuspüren, und findest dort einfach nichts Eindeutiges. Weder Möglichkeit A noch Möglichkeit B fühlt sich klar an. Es ist, als wäre da gar keine eigene Antwort.


Ich glaube, dass wir häufig nicht deshalb nicht wissen, was wir wollen, weil in uns keine Antwort vorhanden ist. Manchmal können wir unsere eigene, leise Stimme unter all den anderen Stimmen nur nicht mehr gut wahrnehmen.


Ein ruhiger Waldweg führt zwischen grünen Bäumen in die Tiefe.


Wenn wir gelernt haben, uns am Aussen zu orientieren


Viele Menschen haben schon früh gelernt, sehr genau zu spüren, was in ihrem Umfeld gerade gebraucht, gewünscht oder erwartet wird.

Vielleicht hast du wahrgenommen, wann du besser still sein solltest. Wann Anpassung mehr Nähe brachte. Wann deine eigenen Gefühle willkommen waren und wann eher nicht.

Diese Fähigkeit war nicht falsch. Sie hat dir möglicherweise dabei geholfen, dich in deinem Umfeld sicher zu fühlen und Verbindung zu bewahren.


Doch wenn wir uns über viele Jahre vor allem daran orientieren, was andere brauchen, kann etwas Entscheidendes in den Hintergrund treten:

Die Wahrnehmung unserer eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Impulse.


Wenn beide Möglichkeiten mit möglichen Reaktionen im Aussen verbunden sind, kann der Zugang zum eigenen Impuls wie blockiert sein. Nicht unbedingt, weil in dir keine Antwort vorhanden ist, sondern weil dein Bedürfnis nach Verbindung und Sicherheit im Moment stärker ist als deine eigene Stimme.


Wir reagieren dann auf das Leben, anstatt es selbst mitzugestalten. Wir fragen uns, was vernünftig wäre, was andere gut finden könnten oder womit wir niemanden enttäuschen.




Das Muster zu erkennen, ist ein wichtiger Anfang


Vielleicht gibt es beim Lesen einen Teil in dir, der spürt:

Ja, ich richte mich häufig stärker nach dem Aussen als nach mir selbst.


Dann hast du bereits etwas Wichtiges erkannt.

Was vorher automatisch und unbewusst ablief, wird sichtbar. Dadurch kannst du beginnen, dich in einzelnen Situationen neu zu entscheiden.


Das bedeutet nicht, dass sich ein jahrelang gelebtes Muster sofort auflöst. Doch du kannst zunehmend bemerken, wann du deine eigenen Bedürfnisse verlässt, um im Aussen Sicherheit oder Bestätigung zu finden.


Vielleicht erkennst du, dass du Ja sagst, obwohl dein erster Impuls Nein war. Dass du sofort nach einer Erklärung suchst, die für andere verständlich ist. Oder dass sich eine Entscheidung erst dann richtig anfühlt, wenn jemand anderes sie bestätigt.


Solche Beobachtungen sind kein Grund, dich zu verurteilen. Sie helfen dir dabei, dich selbst wieder besser kennenzulernen.




Zuerst wieder bei dir selbst ankommen


Solange dein Körper unter grosser Anspannung steht, kann es schwierig sein, feine Bedürfnisse und Impulse wahrzunehmen.


Vielleicht beobachtest du deshalb in den nächsten Tagen immer wieder für einen Moment deinen Körper:

Ist dein Kiefer angespannt?

Sind deine Schultern hochgezogen?

Hältst du unbewusst den Atem an?

Ist dein Bauch fest?


Versuche nicht sofort, etwas verändern oder lösen zu müssen. Nimm zunächst nur wahr, was gerade da ist. Atme danach ruhig ein und etwas länger aus. Lass deine Schultern sinken und entspanne deinen Kiefer.


Es geht nicht darum, innerhalb weniger Sekunden vollkommen entspannt zu sein. Es geht darum, deine Aufmerksamkeit aus dem Aussen zurück zu dir selbst zu holen.


Du kannst auch ausprobieren, was deinem Körper hilft, etwas ruhiger und präsenter zu werden. Das kann ein Spaziergang im Wald sein, barfuss über eine Wiese zu gehen, Bewegung, Meditation, bewusstes Atmen oder einige Minuten stilles Sitzen.


Es gibt nicht die eine richtige Methode. Entscheidend ist, was dich wieder mit dir selbst in Verbindung bringt.




Eine kleine Übung für unklare Entscheidungen


Wenn du merkst, dass du wieder etwas mehr in deinem Körper angekommen bist, kannst du dich deiner Entscheidung noch einmal zuwenden.


Stell dir zunächst möglichst konkret vor, du hättest dich für die erste Möglichkeit entschieden.

Wie würde dein Alltag damit aussehen? Wie fühlt es sich an, wenn die Entscheidung bereits getroffen ist und du niemandem mehr erklären musst, weshalb du sie getroffen hast?


Lenke deine Aufmerksamkeit nun in deinen Brustraum und zu deinem Herzen.

Was geschieht in deinem Körper?


Wird dein Atem freier? Entsteht ein warmes, weiches oder lebendiges Gefühl? Spürst du eine Öffnung in deinem Herzen? Oder zieht sich etwas in dir zusammen und wird enger?


Lass dieses Bild danach wieder los. Atme einige Male ruhig ein und aus und stell dir anschliessend vor, du hättest dich für die zweite Möglichkeit entschieden.


Beobachte auch hier, was sich in deinem Herzen und in deinem Körper verändert.


Manchmal zeigt sich die eigene Antwort nicht als Gedanke, sondern als Öffnung. Als Wärme, Weite oder ein stilles Gefühl von Stimmigkeit. Eine andere Möglichkeit fühlt sich vielleicht enger, schwerer oder weniger lebendig an.


Vielleicht taucht gleichzeitig Angst auf. Besonders dann, wenn deine Entscheidung jemanden enttäuschen, eine vertraute Rolle verändern oder dich auf einen neuen Weg führen könnte.


Versuche deshalb, noch etwas tiefer zu spüren:

Was liegt unter dieser Angst?


Öffnet sich dein Herz trotz der Unsicherheit für diese Möglichkeit? Spürst du hinter der Angst ein leises Ja, etwas Lebendiges oder ein Gefühl von Wahrheit?

Oder bemerkst du, dass du dich innerlich von dir selbst entfernst, sobald du dir diese Entscheidung vorstellst?


Ich glaube, dass unser Körper uns auf dieser tieferen Herzensebene eine Antwort geben kann, die über unsere erlernte Angst und die Erwartungen im Aussen hinausgeht. Dafür müssen wir jedoch bereit sein, einen Moment lang nicht danach zu fragen, was sicher, vernünftig oder für andere angenehm wäre.


Vielleicht spürst du trotzdem noch keine eindeutige Antwort.

Gerade wenn du lange gelernt hast, dich an anderen Menschen zu orientieren, kann der Zugang zu deinem eigenen Empfinden zunächst noch überlagert sein. Versuche dann nicht, eine Antwort zu erzwingen oder noch angestrengter in dich hineinzuhören.


Du kannst die Übung später wiederholen oder zunächst mit kleineren Entscheidungen üben:

Was möchtest du heute essen? Möchtest du Gesellschaft oder Zeit für dich? Braucht dein Körper Bewegung oder Ruhe?


Je häufiger du dir selbst zuhörst und deine kleinen Impulse ernst nimmst, desto vertrauter kann die Verbindung zu deiner eigenen inneren Stimme wieder werden.




Eine kleine Einladung für dich


Fällt es dir in solchen Momenten schwer, aus dem Gedankenkarussell wieder bei dir selbst anzukommen?


Für meine Lichtpost habe ich das Mini-Ritual «Zurück zu dir» gestaltet. Es begleitet dich für einige ruhige Minuten dabei, aus dem Aussen zurück in deine eigene Wahrnehmung zu finden.

Du erhältst es als Willkommensgeschenk, wenn du dich für meine Lichtpost anmeldest.



Manchmal ist es trotz allem schwierig, die eigene Stimme unter all den Gedanken, Ängsten und Erwartungen wieder wahrzunehmen.

In meiner Begleitung öffne ich einen ruhigen Raum, in dem sich das innere Durcheinander sortieren darf und du wieder klarer spüren kannst, was für dich stimmt.


Du kannst diese Begleitung als persönliche schriftliche Klarheitsbotschaft oder in einer

60-minütigen Online-Session empfangen.




Alles Liebe

Jana

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen

Wenn du solche Texte, Naturimpulse und feine Botschaften wie diese empfangen möchtest – trag dich gerne für meinen Newsletter ein.
Ich teile dort, was durch mich fliessen möchte.

→   Zur Anmeldung 

bottom of page